Ein Koi-Teich

- So sollte kein Koi gehalten werden!
sollte nicht einfach ein Loch im Erdreich sein, sondern eine gut funktionierende Harmonie aus genügend Wasservolumen, mechanischer, chemischer und biologischer Filterung.
Der Standort des Teiches sowie die Technik, sollten von vornherein sorgfältig geplant sein.
Wie viel direkte Sonneneinstrahlung bekommt der Teich?
Wie Wind und Wettergeschützt liegt der Standort?
Welche Form ist Strömungsgünstig, um mit möglichst wenig Energieaufwand, Schadstoffe wie z.B.: Kot, Laub, Algen etc. aus dem System zu entfernen?, oder welche eher nicht?
Ist eine ausreichend Tiefe geplant?, min. 1,80m besser 2m um eine Überwinterung sowie Fluchtmöglichkeiten zu gewährleisten.
Wie kann ich den Teich vor ungebetenen Gästen sichern? Wie z.B.: Reiher, Kormoran und ab und an Katzen oder gar Waschbären, diese können hohe Verluste, sowie unschöne Verletzungen an den geliebten Koi hinterlassen.

Verletzungen im Gesichtsbereich bei diesem Mukashi Ogon (Reiher)
Auch sollte man sich eine Kostenaufstellung der monatlich anfallenden Aufwendungen vor Auge führen, um nicht zu einem späteren Zeitpunkt aus allen Wolken zu fallen, da einem die laufenden Kosten wie Strom und Wasser aus dem Ruder laufen.
Um einen Koi-Teich in einer Größe von ca. 25m³ (kleiner als 10m³, sind für Koi nicht zu empfehlen) zu betreiben muss man sich mindestens 120,-€ bis 150,-€ im Monat für Strom, Wasser, Futter, etc. einplanen, weil z.B.: auch ein Heizen in strengen Wintermonaten in Betracht gezogen werden sollte. Ebenfalls mit in die Planung, müssen nicht ganz kostengünstige Medikamente und Tierarztbesuche vor Ort.
Koi sind nicht nur Fische, sondern zugleich Haustier wie Hund, Katz oder Maus. Die Erfahrung zeigt, daß die im Laufe der Zeit angeschafften Nishkigoi, wertvoller werden und auch eine höhere Bindung zu den Tieren stattfindet.
Ein Koi-Teich mit z.B. 25m³ sollte mindestens über 1 x Bodenablauf (BA) DN110 und einen Skimmer verfügen um einen Flow (Umwälzung) von min. 2h (besser 1/h)/Teichinhalt zu gewährleisten. Die Filterung sollte immer in der Lage sein mit der maximalen Belastung des Gewässers (+30% Reserve) ohne Probleme fertig zu werden. Hier zeigt sich, daß fast alle Koi-Teich Einsteiger in der Regel 2 – 3 mal (aus-)bauen weil Ihnen der vorhandene Teich nicht mehr ausreicht, um den Wunschbesatz an Koi zu halten oder mangels Beratung und Planung gemachte Fehler wieder auszubügeln.
Nehmen Sie sich Zeit, schauen Sie sich laufende Systeme bei Koihaltern an, die dieses Hobby schon länger als 3 Jahre betreiben. Lesen Sie Fachbücher die am Markt manigfaltig von vielen erfahrenen KOI-Haltern, Tierärzten, Händlern angeboten werden. Machen Sie sich mit Wasserchemie und Biologie vertraut. Hier entstehen die meisten Probleme und Krankheiten, führen Sie ein Vorgespräch mit einen Fachtierarzt für Fische, der Ihnen sicher gerne Hilfestellung bei einem Einstieg gibt.
“Machen Sie sich im Vorfeld schlau, Sie sparen sich hierdurch Unsummen an Geld und Nerven“
Die mechanische Filterung hat viele Facetten, aber die wohl effektivste und wirtschaftlichste ist in unseren Augen, der Einsatz eines Trommelfilters (TF),
auch ein TF ist nicht „Wartungsfrei“ und muß gepflegt werden…….., aber dieser Vorfilter erleichtert die Pflege und Wartung einer Kreislaufanlage ungemein, wenn auch im ersten Moment kostenintensiv und dadurch abschreckend in der Anschaffung, werden Sie über kurz oder lang die Teichwaschmaschine nicht mehr missen wollen, da Sie die Zeit in der Sie normal Vliese(wechseln), Bürsten, oder Kammern reinigen müssten, sich auf ein minimum der Aufwendungen reduzieren und Sie zum Teichgenießer und nicht Teichsklave werden.
Auch die chemische Aufbereitung hat viele Facetten der Möglichkeiten, nehmen Sie sich Zeit und schauen was Ihren Bedürfnissen am ehesten nahe kommt, Sauerstoffversorgung über Luftpumpen (z.B. Membranpumpen) da unsere normale Luft nur einen Sauerstoffgehalt von ca. 21% hat, ist die Einbringung von Sauerstoff in flüssige Medien nicht immer einfach, hier können Sauerstoffkonzentratoren z.B. aus der Medizintechnik oder professionelle Geräte aus der Industrie, mit der dementsprechenden Einmisch-Technologie, deutlich bessere und effektivere Ergebnisse erzielen. Auch die Werte von PH, KH (Karbonhärte) und GH (Gesamthärte) sollten sie zu deuten Wissen, um Ihren Koi einen angenehmen Lebensraum zu gestalten. Hier hilft es oftmals eine Wasserprobe des Eingangswassers, an ein anerkanntes Fachlabor wie z.B. Tauros-Diagnostic zu schicken um Schwermetalle und andere giftige Stoffe im Vorfeld ausschließen zu können.
Auch UV-Lampen (eine der wichtigsten Faktoren für klares Wasser) oder OZON Generatoren sowie eine Kombination aus beiden, wird in vielen Koi-Teichen bei erfahrenen Koi-Haltern erfolgreich eingesetzt. (Von Ozon nehmen wir grundsätzlich Abstand, da dies dem Tier nichts bringt, sondern in 80% aller Fälle nur dafür genutzt wird um ein glasklares Wasser zu erzeugen, welches wiederum ausschließlich dem Halter und nicht dem Tier zugute kommt, mag Sinn machen in Kreislaufanlagen mit durchgängigem Überbesatz und dem dadurch bedingt hohen Keimdruck zu senken, dies gelingt aber nur im Grammbereich und solche Anlagen gehören nur in die Hände von geschultem Personal)
Kaufen sie bitte nicht unüberlegt in Baumärkten Dinge wie Filtertechnik und ähnliches Zubehör um schnelle Lösungen zu erreichen, 95% dieser Schnellschüsse landen bei E-Bay oder in gebraucht Börsen mit erheblichen finanziellen Einbußen. Die hier versprochenen Angaben zur Filterleistung passen meist weder vorne oder hinten (ausnahmen bestätigen die Regel), zu einem Koi-Teich.
Achtung,…..
hier kommt die am eigenen Leib gemachte Erfahrung und die Essenz aus zahlreich geführten Gesprächen mit erfahrenen Koi-Freunden und Kollegen bei denen es anfänglich ähnlich ablief zur Geltung.
Die biologische Filtration hier werden die im Wasser gelösten Schadstoffe wie z. B. das fischgiftige Ammoniak, Nitrit gewandelt bzw. abgebaut, es gilt hier die optimale Kombination für Ihr Teichvolumen und Besatz zu finden. Mit Vorfiltern wie z.B; Vlies oder Trommelfiltern kann in Kombination mit Hel-X eine sehr effiziente und stabile Filterung hervorgehen, wir empfehlen aber immer zum Helix noch ein zweites Medium in der Biostufe zu verwenden, wie z.B. Japanmatten oder andere Filtermatten welche bei Neustart eines Systems immer schneller besiedelt wird und somit Ihren Dienst bedeutend schneller antreten als das Hel-X.
Eine Erfahrung die Felsenfest steht …….. jeder Teich ist anders !
Stellen Sie Fragen, schauen Sie sich bestehende Anlagen bei erfahrenen Koi-Freunden an.
Informieren Sie sich, und finden Sie den Weg für sich und Ihre Möglichkeiten!
Dies ist sicher nur ein kleiner Leitfaden für Einsteiger, er wird stetig erweitert und mit neuen
Erkenntnissen ergänzt.